Sparkling Science 2.0

Hybride Lehr-Lern-Settings in der Schule

Eine Kooperation der Donauuniversität Krems mit den Wirtschafts.Akademien.Waldviertel im Zeitraum vom 1. September 2024 – 31. August 2027

Das Forschungsprojekt „Hybrid.Learning.Spaces@School“ untersucht den Einsatz von hybridem Unterricht an den Wirtschafts.Akademien.Waldviertel in Zusammenarbeit mit der Universität für Weiterbildung Krems (UWK). Seit 2020/21 bieten die Schulen an vier Standorten Ausbildungsschwerpunkte an, die entweder vor Ort oder online über ein virtuelles Klassenzimmer besucht werden können. Ziel des Projekts ist es, zu erforschen, wie dieses hybride Lernmodell den Unterricht und das Lernen beeinflusst und wie es weiter optimiert werden kann.

Das Projekt umfasst Umfragen, Workshops sowie einen Projekttag, an dem Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen gemeinsam mit einem Forscherteam der UWK an unterschiedlichen Fragestellungen zu hybriden Lehr-Lern-Szenarien und deren Beantwortung arbeiten. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, die Qualität des hybriden Unterrichts und der Lehrkräfteausbildung zu verbessern.

Untersuchungsgegenstände und Ziele:

  • Untersuchung von Veränderungen im hybriden ASP-Unterricht über die Zeit hinweg
  • Entwicklung von innovativen, hybriden Lehr-Lern-Szenarien
  • Untersuchung von pädagogischen, technischen und organisatorischen Gelingensbedingungen dieser hybriden Lehr-Lern-Szenarien
  • Pädagogisch: Wie muss der Unterricht gestaltet sein (z.B. im Hinblick auf Lernaktivitäten), damit sowohl SuS am Standort als auch SuS aus der Ferne erfolgreich lernen können?
  • Technisch: Wie wirkt sich der Einsatz versch. digitaler Technologien (z.B. 360-Grad Kamera) auf das Lernen der SuS aus?
  • Organisatorisch: Was sind Gelingensbedingungen der Kooperation zwischen Schulen und Partner*innen aus der Wirtschaft?

Weitere Infos unter:

https://www.donau-uni.ac.at/de/universitaet/fakultaeten/bildung-kunst-architektur/departments/weiterbildungsforschung-bildungstechnologien/forschung/projekte/hybrid.learning.spaces-school.html;jsessionid=BA0DA0F5688D7E6B8F1F57F6299DF512

www.sparklingscience.at

www.bmbwf.gv.at

Projektverlauf

25. November 2025

Wirtschafts.Akademien.Waldviertel: Schülerinnen und Schüler der waldviertler HAKs forschen mit: Projekt geht in die zweite Runde

Hybridlearning@school: Sparkling-Science-Projekt startet in die zweite Runde

Waldviertel/Krems – Mit großer Motivation und frischen Ideen startete das Sparkling-Science-Projekt Hybridlearning@school Spaces in sein zweites Jahr. Das gemeinsame Vorhaben der Universität für Weiterbildung Krems und der Wirtschafts.Akademie.Waldviertel wird vom OeAD sowie vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung unterstützt. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler aktiv in die Weiterentwicklung moderner Unterrichtsformen einzubinden – ein Ansatz, der österreichweit nahezu einzigartig ist.

Fahrplan für die zweite Runde präsentiert

Zum Auftakt wurden die zentralen Fragen geklärt: Was wurde bisher geschafft? Wo stehen wir aktuell? Und wohin soll sich das Projekt weiterentwickeln?
Im Zentrum stehen dabei Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten und die gemeinsame Entwicklung innovativer Lehr-Lern-Formate.

Besonderes Augenmerk lag diesmal auf dem Thema Quasi-Experiment vs. Experiment. Die Unterschiede wurden verständlich aufbereitet: Ein klassisches Experiment ermöglicht die vollständige Kontrolle aller Einflussfaktoren, während ein Quasi-Experiment unter realen Bedingungen – etwa im Schulalltag – stattfindet.

Kreative Videopräsentationen und echte Forschung

Ein zentrales Element war das Workbooklet, das eine Fallstudie und ein Lehr-/Lernszenario enthielt. Darauf aufbauend entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene Quasi-Experimente, formulierten Forschungsfragen, planten die Durchführung und präsentierten ihre Ergebnisse in kreativen Videobeiträgen.

Diese Beiträge wurden von Prof. Ley und Prof. Schlager von der Universität für Weiterbildung Krems begutachtet, die den Jugendlichen fundiertes wissenschaftliches Feedback gaben – ein besonderer Moment des gemeinsamen Lernens.

Ausblick: Umsetzung in der Praxis

Nun beginnt die praktische Phase: Die ausgearbeiteten Unterlagen werden aufbereitet, und die Kernteams an den Standorten bereiten die Experimente bis Mitte Jänner vor. Anschließend werden sie bis Ende April im Unterricht umgesetzt.

Damit erleben die Schülerinnen und Schüler den gesamten Forschungsablauf – von der Idee bis zur Auswertung – und gestalten aktiv ihren eigenen Unterricht mit. Eine solche Beteiligung ist selten und macht diese Kooperation besonders wertvoll.

Einzigartig im österreichischen Bildungswesen

Hybridlearning@school Spaces zeigt, wie moderner Unterricht aussehen kann: praxisnah, schülerorientiert, innovativ und wissenschaftsbezogen. Dass Jugendliche unmittelbar an der Entwicklung von Unterrichtsformen beteiligt sind, ist außergewöhnlich – und macht das Projekt zu einem Leuchtturm der regionalen Bildungslandschaft.